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Synthetische Opiate

Allgemein

Synthetische Opiate sind Substanzen, die rein synthetisch im Labor hergestellt werden und ähnliche Wirkung wie natürliche Opiate haben, da sie an die gleichen Rezeptoren im Gehirn andocken. Ein gemeinsames Chemisches Grundgerüst muss nicht immer zu erkennen sein.

Heroin wird zwar im Labor hergestellt, zählt aber nicht zu den synthetischen Opiaten, da das natürlich vorkommende Morphin als Ausgangsstoff zur Herstellung dient und ist somit ein halb-synthetisches Opiat.

Methadon

Strukturformel von Methadon Besonders bekannt ist das Methadon. Es wird oft als Ersatzmittel bei Heroinentzug verschrieben, doch seine Anwendung ist nicht unumstritten, da es auch selbst ein hohes Suchtpotential besitzt. Da es oral eingenommen werden sollte, versucht man so den Junkie vom Spritzen wegzubekommen. Die Wirkung beschenkt sich dabei auf die Bekämpfung der Entzugssymptome, was der betreffenden Person ein Zurückkehren in die Alltagswelt ermöglichen soll. Wird Methadon allerdings intravenös injiziert, weshalb es ähnlich Euphorisierend, was es immer wieder zu staatlich finanziertem Heroinersatz werden lässt. Ob diese Anwendung zu verurteilen ist sei dahingestellt, da auch Versuche mit staatlicher Abgabe von Heroin selbst durchaus positive Ergebnisse erzielten.

Fentanyle

Strukturformel von Fentanyl In den 60er Jahren wurde in Europa die Stoffklasse der Fentanyle (Anilinopiperidine, Fentanyl-Gruppe) als Analgetika eingeführt. Wegen ihrer hohen Gefährlichkeit wurde der medizinische Gebrauch aber bald wieder eingeschränkt. Trotzdem gelten sie bei gewissen Indikationen bis heute als unerlässliche Analgetika.


Strukturformel von 3-Methyl-Fentanyl Heute gibt es Fentanylderivate, die mehrere tausendmal stärker wirken als Morphium. So soll 3-Methyl-Fentanyl etwa 3000mal stärker wirken als Morphin, andere Substanzen aus der Gruppe der Fentanyle weisen einen noch stärkere Wirkung auf. Die extreme Potenz erklärt sich durch eine besonders starke Affinität zu den entsprechenden Rezeptoren im Gehirn. Dadurch ist es kaum möglich, die Droge genau zu dosieren, was sehr leicht zu tödlichen Überdosierungen führt. Der Rausch wird oft als schlafähnlicher Zustand empfunden, da viele Empfindungen durch die starke Wirkung der Droge einfach ausgeschaltet sind. Am Schwarzmarkt wird es Heroinersatz oder auch als angebliches Heroin verkauft oder als Streckmittel für minderwertiges Heroin verwendet.

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