Uppers, Weckamine, Pep, Crystal
Speed ist sozusagen der Markenname, unter dem die Amphetamine Methamphetamin und Amphetamin auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Bis in die 70er Jahre waren beide Stoffe als Appetitzügler in Apotheken erhältlich. Schon damals kam es oft zur Suchtbildung und zu gefährlichen Neben- und Wechselwirkungen. Nachdem die beiden Stoffe in die Liste der nicht verkehrsfähigen Substanzen aufgenommen wurde, haben sie sich schnell am Schwarzmarkt unter dem Namen Speed verbreitet.
Das stimulierende Speed ist sozusagen das Kokain der Armen. Es ist deutlich billiger und sein Gebrauch ist nicht so schick. Besonders beliebt ist es in der Partyszene. Schon zur Hippiezeit war es üblich durch die muntermachende Wirkung der Amphetamine den Schlaf zu unterdrücken, um so nächtelang feiern zu können. Zu dieser Zeit wurde sie auch sehr oft intravenös eingenommen. Vielleicht ist das darauf zurückzuführen, dass die orale Einnahme damals noch vom Arzt verschieben werden konnte und daher weniger reizvoll war. Heute ist Speed neben Ecstasy besonders in der Techno-Szene verbreitet. Die Gefahren sind hier die selben: Da die natürlichen Warnsysteme des Körpers nicht wahrgenommen werden kommt es oft zu Schlafmangel, Überanstrengung und Überhitzung, was zu Kreislaufproblemen führen und auch Langzeitschäden hinterlassen kann. Gerne wird Speed auch in sexuellen Randgruppen wie der Schwulenszene eingenommen. Da viele Homosexuelle mit der mangelnden Akzeptanz der Gesellschaft und daraus resultierenden Komplexen zu kämpfen haben, kommt ihnen die enthemmende Wirkung der Droge, die die Überwindung zum Ausleben unterdrückter Neigungen erleichtert, sehr entgegen.
Viele Sportler nutzen Amphetamine als Dopingmittel, um im Leistungssport mithalten zu können. Tests haben gezeigt, dass Amphetamine zwar die Spitzenleistung nicht steigern können, aber die Ausdauer deutlich erhöhen können, allerdings auf Kosten des Körpers. Auch die Anwendung als Appetitzügler ist bis heute bei Frauen sehr verbreitet. Bei Heroinentzug wird Speed oft als Ersatzmittel eingenommen, da es die Entzugssymptome so wie Kokain lindern kann und zu dem eine Stimmungsaufhellung bringt, was allerdings die Gefahr einer neuerlichen Suchtentwicklung birgt. Viele Alkoholiker nehmen nach dem Aufstehen Speed, um den Kater zu mildern. Auch Campino, der Sänger der Toten Hosen, nahm eine Zeit lang Speed, was ihm nach eigenen Angaben große persönliche Probleme bescherte.
Auf dem Schwarzmarkt wird Speed meinst in Pulverform verkauft. Auch der Verkauf als Tabletten ist sehr verbreitet, besonders auf Tanzveranstaltungen. Neben dem Stecken mit wirkungslosen Substanzen ist es auch beim Speed üblich, andere, teil giftige, Stoffe beizumengen. Dabei kennt die Phantasie der Giftmischer kaum Grenzen: von Heroin bis Strychnin wurden in beschlagnahmten Proben schon fast alle psychoaktiven Substanzen gefunden, auch MAO-Hemmer wie MDMA, die zusammen mit Amphetaminen gefährliche Wechselwirkungen hervorrufen können. Eine Weitere Gefahrenquelle ist, dass bei der illegalen Amphetamin-Herstellung oft unsauber gearbeitet wird, sodass das Endprodukt teils giftige Verunreinigungen enthält. Zur Steigerung der Wirkungsintensität wird minderwertigem Speed auch gerne das legale Koffein beigemengt.
Zur Einnahme wird pulverförmiges Speed normalerweise durch die Nase geschnupft ("ziehen"). Wer diese Aufnahmeform nicht mag, kann es auch in Papier eingerollt schlucken. Die intravenöse Injektion von Speed ist heute kaum noch gebräuchlich. Ein rauchen ist aufgrund der Zersetzung von Amphetamin und Methamphetamin nicht möglich. Wie beim Kokain ist es allerdings möglich durch eine chemische Reaktion die Stoffe als freie Base zu erhalten. Das Resultat wird "Ice" genannt und ist wie das aus Kokain hergestellte Crack extrem potent und gefährlich.





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