Damit die Blätter beim Kauen ihre Wirkung entfalten, müssen sie zusammen mit einer alkalischen Substanz, die das Kokain aus den Blättern löst, gekaut werden. Hier gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten. Im Andengebiet werden die Cocablätter zusammen mit Pflanzenasche gekaut. Zur Herstellung der Asche werden die Pflanzenteile in einem Gefäß so lange über einer Feuerstelle gehalten, bis sie von selbst zu Asche zerfallen. Diese Asche wird dann befeuchtet und zusammen mit einer Trägersubstanz wie Stärke geformt und getrocknet. Abreibungen von diesem Aschekuchen können dann zusammen mit Cocablättern gekaut werden. In Bolivien und Nordwestargentinien wird heute Natriumcarbonat, das dort in kleinen Säckchen überall erhältlich ist, statt Pflanzenasche verwendet. Zur Geschmacksverbesserung werden auch gerne aromatische Pflanzenteile mitgekaut.

Im brasilianischen Amazonasgebiet Erfolgt der Cocakonsum auf eine etwas andere Art. Die frisch gepflückten Blätter werden langsam geröstet und anschließend zerstampft. Dieses Pulver wird dann mit der oben beschriebenen Pflanzenasche zu gleichen Teilen gemischt. Dieses Gemisch wird nun mit dem Löffel in den Mund genommen und eingespeichelt. Es wird zwischen Backen und Zähne geschoben und löst sich dort langsam auf und wird nach und nach hinuntergeschluckt.

Die Makuindianer (Amazonasgebiet) bereiten aus den gerösteten Cocablättern täglich ein Brot. In manchen Gebieten Kolumbiens ist es üblich, das Asche-Coca-Gemisch zu schnupfen.