DMT Einnahme
DMT in isolierter Form (als Salz oder Base) kann nur geraucht, geschnupft oder gespritzt werden. Die Wirkung setzt schon nach einigen Sekunden ein und dauert ca. 10 Minuten (bei intravenöser Injektion ca. 45 Minuten). Als Dosis werden 20 bis 100mg angegeben.
Bei oraler Einnahme wird der Wirkstoff vom Enzymkomplex Monoaminooxidase (MAO) abgebaut bevor er die Blut-Hirn-Schranke passieren kann. Um dies zu verhindern kann DMT zusammen mit MAO-Hemmern eingenommen werden. Eine Zubereitung, die DMT und MAO-Hemmer in Kombination enthält ist das sogenannte "Ajahuasca". In der klassischen Form werden von den Amazonasindianern dazu die Blätter von Psychotria viridis (Chacruna, enthält DMT) zusammen mit Stängeln von Banisteriopsis caapi (Ajahuascaliane, enthält die MAO-Hemmer Harmin und Harmalin) zu einem übel schmeckenden Trank verarbeitet. Es gibt aber eine große Anzahl von Ajahuascaanlogen, die aus anderen Pflanzen mit DMT-Gehalt und verschiedenen MAO-Hemmern zubereitet werden.
Bei der Verwendung von chemischen Reinstoffen können 150mg Harminhydrochlorid und 15 bis 20 Minuten später 30 bis 60mg DMT eingenommen werden. Man spricht dann von "Pharmahuasca".
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Kommentare
DMT ist extrem gefährlich!
...besonders weil über die Gefahren nicht genügend aufgeklärt wird. DMT ist eine eher exotische Droge und eher unpopulär. Unter den Konsumenten wird von erleuchtenden, befreienden und inspirierenden Erlebnissen berichtet bis hin zu Reisen in andere Welten! Die Gefahren werden dabei gerne unter den Tisch gekehrt.
Ein enger Freund von mir hat über ein ganzes Jahr DMT konsumiert. Er war von der Droge als Werkzeug überzeugt und nahm es regelmäßig ein, um Inspiration zu bekommen oder "seine extra-dimensionale Freunde zu besuchen", wie er selbst sagte. Von einem Tag auf den anderen ist er dann "zu weit gegangen" und "Dinge erfahren, die er hätte nicht wissen dürfen, denn das Leben ist mit diesem Wissen nicht mehr lebenswert", so seine Worte. Während er in der Illusion lebte einer spirituellen Erleuchtung nachzugehen, das höhere in ihm Bewusstsein zu erwecken, ist er - ohne es selbst zu bemerken - an einer Drogenpsychose erkrankt!
Das bedeutet er hat Angstzustände und Schuldgefühle, dass er "verbotenes Wissen" geraubt hat, und dass er von "höheren Mächten dafür verfolgt wird"... Drogenpsychose ist nicht immer heilbar, d.h. unter Umständen kann die Person für immer den Verstand verlieren!
Googelt nach Drogenpsychose!
Videotipp:Ayahuasca - Ritual und Konsumgesellschaft mit Rätsch
Ritual und Konsumgesellschaft am Beispiel der psychedelischen Substanz Ayahuasca.
Annäherungen aus ethnologischer, soziologischer und philosophischer Sicht
„Ritual und Konsumgesellschaft am Beispiel der psychedelischen Substanz Ayahuasca“ lautete der Titel einer Veranstaltung am Mittwoch 06.10.04 im Frankfurter Tanzhaus West. Gemeinsam luden das Alice-Project und der Nachtschatten-Verlag zu einer Reise in die Welt des Ayahuasca ein. Wolfgang Sterneck begann seinen Redebeitrag mit einer Reflexion der Bedeutung von Psychedelika in unserer Gesellschaft. Christian Rätsch berichtet anschließend vom schamanischen Gebrauch Ayahuascas in Südamerika, während Govert Derix seinen Beitrag unter die Überschrift „Kritik der psychedelische Vernunft“ stellte und Henner Hess von der Uni-Frankfurt soziologische Aspekte beleuchtete.
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Medienprojekt PSI-TV: Ayahuasca - Ritual und Konsumgesellschaft mit Christian Rätsch
Ajahuasca
Ich habe während eines Amazonasaufenthaltes an einem nächtlichen Ritual teilgenommen, das ein ortsansässiger Schamane an einer Gruppe Europäer und Nordamerikaner durchgeführt hat. Er verabreichte uns das DMT haltige Gebräu Ajahuasca in Bechern und ließ es uns trinken. Einigen der Leute wurde es so richtig schlecht und sie litten unter Panikattaken. Ich und mein Vater, die beide einen Becher tranken, belächelten das Heiltreiben des Schamanen und unterhielten uns bledend über Gott und die Welt. Ich merkte recht wenig von der Wirkung, worauf ich noch einen Becher trank. Diesen erbrach ich sofort und konnte eine Veränderung der Wahrnehmung von den mich umgebenden Jungelgeräuschen feststellen. Mein Vater erzählte mir etwas von aussersinnlicher Wahrnehmung der Sterne und Planeten über unserem Haupte. Ich schlief nach einiger Zeit und ausführlichen philosophischen Gesprächen, die das Ökosystem des Amazonas zur Grundlage hatten, ein und wurde später zur Rückkehr von der Zeremonie geweckt. So kam langsam die Morgenröte und ich erblickte ein Wunderwerk an Farben. Mir war, als ob ich Knietief in einem phosphoriszierendem bläulichen Wasser stünde. Eine Art von Halluzination? Ich erbrach abermals und legte mich schlafen. Als ich im Bett lag, fing ein morgendliches Unwetter an. Es wurde wieder dunkler und es zuckten die Blitze. Es fing stark zu regnen an und ich konnte irgendwie, durch die Decke hindurchschauen. Ein seltsames Gefühl. Dann schlief ich ein und erwachte eineige Stunden später. Ich hatte ein leichtes Katergefühl!