LSD Verbot

Immer mehr wurde die neue Wunderdroge LSD für seinen Entdecker Albert Hofmann zum Sorgenkind. Aufgrund der immer größer werdenden Probleme mit der Droge - vor allem durch sorglosen Umgang - wurde die Produktion von Delysid 1966 eingestellt und die Substanz LSD bald darauf weltweit als nicht verkehrsfähiges Suchtmittel eingestuft.

Für die Hippiebewegung wurde dir Droge dadurch nur noch interessanter und so stieg der Konsum bis 1970 immer weiter an. Mit dem Ende der Hippiebewegung nahm auch der LSD-Konsum rapide ab. So schnell wie es sich verbreitet hat, war es wieder verschwunden und während der 70er und 80er Jahre wurde es kaum konsumiert. Seit den Anfang der 90er Jahre ist der Konsum im Zuge der Technokultur jedoch wider stark gestiegen. Heute wird LSD wieder von vielen Musikern - von Marilyn Manson bis Eminem - propagiert. Daneben hat sich im letzten Jahrzehnt auch der Konsum von psilocin-haltigen Pilzen etabliert, der in den 60ern kaum verbreitet war.

Kommentare

LSD

Ich habe LSD in den 90ern von einem Freund geschenkt bekommen und nahm einen Trip in einer schönen Umgebung. Ich fuhr dazu in die Berge und setzte mich unter eine uralte Winterlinde. Ich nahm das Löschblatt und wartete eine halbe Stunde auf die Wirkung. Mit einem Mal erschien mir alles in ein sonderbares Licht gehüllt. Nach einer weiteren viertel Stunde nahmen die Farben in der direkten Umgebung zu. Die Pflanzen schienen aus eigener Kraft heraus zu leuchten. Sie bewegten sich alle in unerklärlichen Schwingungen, die mir dennoch eine sonderbare Genauigkiet zu haben schienen. Vertieft in diese Schwingungen der Pflanzen entdeckte ich Muster innerhalb derer sie einen Sommertanz zu führen schienen. Erstaunt darüber nahm ich immer mehr von diesen Schwingungen wahr und meine Umgebung war voller Struktur und Zusammengehörigkeit. Ich begriff mich plötzlich als ein Teil der Natur und Aussagen aus dem von mir vorher gelesenen Buch von Aldous Huxley, "die Pforten der Wahrnehmung" schienen mir auf einmal sehr zutreffend zu sein. Ich erlebte eine himmlische Mechanik und fühlte mich in ihr geborgen. Vom Gefühl erlebte ich eine Hochstimmung, keine Euphorie, wie ich sie später bei der Einnahme von Haschisch, Kokain oder Amphetamin erlebte, aber dennoch eine deutlich gehobenere und sehr angenehme Stimmung. Das ganze Erleben klang nach etwa vier Stunden allmählich ab. Ich verließ die Umgebung der Berge und fuhr auf den Motorrad in die Stadt. Die bunte Wahrnehmung und das angenehme Gefühl blieben noch bis spät in die Nacht hinein. Ich war beeindruckt. Auch die Schwingungen begleiteten mich noch bis in den Schlaf. Sehr angenehm war auch mein auditives Klangempfinden. Die Klänge gewannen an Tiefe und waren sehr beruhigend. Ich erlebte nichts toxisches und fühlte mich alles in allem großartig, in einem verbesserten Zustand meiner Selbst. Es war ein tatsächliches Glücksgefühl und ich entschlief freudig nach Sonnenuntergang. Am nächsten Tag stand ich unbekümmert auf und erlebte eine gewisse Trauer dabei, nicht mehr die wunderbaren Farbspiele und Schwingungen wahrzunehmen. Eine solche Wahrnehmung hatte ich niemals mehr. Ich nahm nie wieder LSD zu mir und denke stets gerne zurück an dieses wundervolle Erlebnis, das ich vor 18 Jahren gemacht habe. Gerne würde ich es wiederholen, nur nehme ich mir irgendwie nie die Zeit dafür. Man hat ja so vieles vor im Leben und macht dann auch sehr viel unsinniges, wenn man bedenkt, wie viel Schönheit auf einen wartet, wenn man wieder andere Wege geht. Ich habe später einige Male Amphetamin, Kokain und Haschisch zu mir genommen. Ich versuchte auch Opium und muß sagen, dass mir insbesondere letzteres sehr gut tat. Ich leide so seit sechs Jahren an Schlafstörungen und da war das Opium ein hervorragendes Einschlafmittel, was hinzu noch ein wohliges Empfinden und eine euphorische Stimmung auslöste. Leider ist diese Substanz in Deutschland verboten und ich habe keine Bezugsquellen. Ich nahm diese Drogen ausschließlich im Ausland und habe hier in Deutschland nicht die Verbindungen zu ihren Herstellern, so dass ich auf diese Mittel nicht mehr zurückgreifen kann. Auch der Freund von früher, der mir das LSD gab, ist nicht mehr mein Bekannter. Unsere Wege haben sich verlaufen und ich treffe ihn nicht mehr an. Vielleicht kann ich ja auf anderem Wege wieder an das eine oder andere interessante Präperat gelangen. Eine Sehnsucht nach LSD empfinde ich schon, es mutet mich an, wie ein schöner Abend am Strand in einem vergangenen Sommerurlaub oder in den Ferien aus alten Schultagen. Leider ist auch diese Substanz in Deutschland verboten und ich weiß auch nicht, wo sie mein Freund damals bezog. Ich finde es schon sehr fraglich, Alkohol zu legalisieren und solche Substanzen zu verbieten. Ich bin mir im Klaren, dass sie gefährlich sind, aber was ist bitte gefährlicher als Alkohol. Wo ist also die Logik bei der Gesetzgebung. Ich bin mir sicher, es handelt sich hierbei um machtpolitische Beweggründe. Die Pharmaunternehmen und die Alkohollobbyisten wollen ihre Absätze nicht verlieren, sie fürchten einen Rückgang der Nachfrage, wenn einige Rauschmittel legal am Markt wirksam würden. Die Kaufkraft und auch der Bedarf sind vorhanden, leider geht der Gesetzesgeber nicht mit und wieder gibt es einen Grund mehr sich über Politik und Gesetzesgebung zu ärgern. Wohlan, na dann Prost. Ertränken wir uns in Bier, Schnaps und Wein und fahren uns oder andere am Ende gar noch tot. Ich weiß, das klingt frustriert und formuliert so etwas wie Resignation. Na ja, glücklicherweise gibt es überall Hanfsamen zu beziehen und auch genügend Pilze wachsen noch. Mit Pilzen habe ich ein paar gute Erfahrungen sammeln können. Am liebsten esse ich sie mit einem Honig auf Kneckebrot oder trinke Kräutertee dazu. Ich kann allerdings mit Pilzen nicht die selbe Wirkung abzielen, wie mit LSD. Die wirken doch gänzlich anders, nicht so intensiv und eher sedativ. Und slebstangebauter Hanf wirkt ebenfalls nicht halb so stark, wie ein gutes Haschsich aus dem Afghanistan oder Libanon. Es ist vergleichbar, aber definitiv nicht der gleiche turn. Mittlerweile rauche ich auch nicht mehr so gerne Grass, da es mich ein wenig von den wichtigen Dingen ablenkt, die so anstehen. Dafür entspannt es ganz gut und macht auch recht gut gelaunt.