LSD ist eine der stärksten halluzinogenen Drogen und brigt damit eine große Gefahr für die Psyche, besonders für psychisch labile Persönlichkeiten.
Weiters ist der Mischkonsum gefährlich.
Die Gefahr eine Abhängigkeit zu entwickeln ist eher gering.
Eine körperliche Abhängigkeit ist bei LSD ausgeschlossen. Ob sich eine milde psychische Abhängigkeit einstellen kann, ist sehr umstritten. Dass Halluzinogene wie LSD nicht in den Gemütszustand eingreifen, sondern ihn in gewisser Hinsicht nur in Halluzinationen umsetzen, spricht eher gegen das Herbeiführen einer psychischen Sucht. Eine psychische Sucht im eigentlichen Sinn ist nämlich - vereinfacht gesagt - das starke Verlangen durch das Ausführen einer bekannten Handlung - zum Beispiel Konsum bestimmter Substanzen - seine momentane psychische Lage zu verbessern - und das kann durch LSD selbst nicht geschehen.
Ein gewisses Suchtpotential ist vielleicht gegeben, wenn der Konsument durch die Einnahme der Droge versucht, seiner Umwelt zu entfliehen. Diese scheinbare Flucht kann allerdings nicht wirklich geschehen, da gerade im traumartigen LSD-Rausch alle Verdrängungsmechanismen ausgeschaltet sind.
Von Mischkonsum von LSD mit andern Drogen ist dringendst abzuraten. Besonders mit MAO-Hemmern kann es zu einem gefährlichen Anstieg des Bluthochdrucks kommen. Neben den gesundheitlichen Risiken birgt das Austreten von unangenehmen Wechselwirkungen auch die Gefahr, das der Rausch in einen Horrortrip ausartet.
Eine Überdosis mit tödlichem Ausgang aufgrund einer physisch-toxischen Wirkung ist bei LSD bis heute nicht bekannt. Aus Experimenten mit Mäusen wurde eine LD-50 von etwa 15mg, also 15.000μg beim Menschen errechnet, eine Dosis, die mehrere Hundert LSD-Trips auslösen kann. Es gibt allerdings einen Bericht von einem Drogendealer, der sogar 40.000mg LSD wegen einer Polizeikontrolle geschluckt haben soll, und selbst diese Dosis überlebte. Sein Rausch hielt drei Tage an und hinterließ keine bleibenden Schäden.
Die größte Gefahr bei Halluzinogene geht von der tiefgreifende psychischen Wirkung aus. Im Laufe der Evolution sind mit der Entwicklung immer komplexerer Nervensysteme bis hin zur vielschichtigen menschlichen Psyche wichtige psychische Mechanismen entstanden, die es uns erst möglich machen in unserer Umwelt zu überleben und zweckorientiert zu denken. Dazu gehören gewisse Filter, die für das Überleben unwichtige Sinneseindrücke weitgehend ausfiltern, sodass diese nicht in unser Bewusstsein dringen können und Verdrängungsmechanismen, die zwar die Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen verhindern, es aber erleichtern diese zu verkraften.
All diese Bewusstseinsschranken werden durch starke Halluzinogene weitgehend unterdrückt. Die Gefahr, die davon ausgeht, liegt auf der Hand. Liegen Ängste, starke Komplexe oder eine depressive Grundstimmung vor, kann es zu Erlebnissen kommen, die man selbst nicht mehr verarbeiten kann. Im Extremfall kann der Betroffene nicht mehr ins Alltagsleben zurückfinden und "bleibt hängen".
Hinterlässt ein LSD-Trip bleibende Veränderungen, so spricht man normalerweise von Realitätsverlust. Mit diesem Begriff werden mitunter auch von Ignoranten auch Menschen, die wie Aldous Huxley, durch die Drogen einen tieferen Einblick in das Wesen der Realität gewonnen haben, bezeichnet. Tatsache ist jedoch, das wir gewisse Dinge akzeptieren müssen, um ein normales Leben führen zu können. Somit setzt der Realitätsverlust dort ein, wo ein normales Leben in und mit der Umwelt nicht mehr möglich ist - Ein Schicksal, das schon viele LSD-Konsumenten ereilt hat. Daher ist trotz dem geringen Suchtpotential auch Menschen mit gefestigter Persönlichkeit sehr davon abzuraten, LSD und ähnlich Halluzinogene öfter als einmal pro Woche einzunehmen, da es bei zu häufigem Konsum zu ebendiesem Realitätsverlust kommen kann.