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Opium

Rohopium entsteht, wenn der weiße Milchsaft (Latex) des Schlafmohns, der verschiedene Alkaloide enthält, an die Luft gerät. Dazu werden am Ende der Blütephase die Mohnkapseln mit einem speziellen Messer eingeritzt. Dadurch tritt der Milchsaft aus und wird fest. Am nächsten Tag kann man das braune Rohopium abkratzen. Pro Kapsel erhält man bis zu 50mg. Es wird gepresst und sollte luftdicht im Dunkeln aufbewahrt werden. Das so gewonnene Rohopium kann durch Fermentierung und Erhitzen weiterverarbeitet werden.

Opium Einnahme

Opium kann man oral oder rektal als Klistier einnehmen, es rauchen oder sogar in Salzwasser gelöst injizieren. Zur oralen Einnahme wird es meist mit geschmacksverbessernden Zutaten wie Zimt in Flüssigkeit aufgelöst getrunken. In der Antike wurden gerne "Schlummertrünke" getrunken, die vor allem Opium und Wein enthielten. Auch das berühmte "Laudanum" enthielt diese Zutaten. Pur wird Opium nicht geraucht, sondern in einer Pfeife verdampft und inhaliert. Es kann aber auch zusammen mit Tabak in Wasserpfeifen geraucht werden.

Die kurz nach Abfallen der Blätter geernteten Kapseln können getrocknet und als Tee getrunken werden. Die Blätter des Schlafmohns werden oft getrocknet und mit Tabak geraucht.

Opium Wirkung

Die Wirkung des Opiums kommt von den Opiumalkaloiden, wie Morphin, Papaverin, Codein, Narcotin und Thebain, von denen besonders Morphin starke psychoaktive Wirkung besitzt. Ähnlich wie bei den Cannabinoiden des Cannabis ist es erst die jeweilige Zusammensetzung des Opiums aus den über 40 Alkaloiden, die die sortenspezifische Wirkung der Droge ausmacht.

Nach dem Rauchen oder Essen bzw. Trinken von Opium setzt bald eine Wirkung ein, die 6 bis 8 Stunden anhalten kann. Dabei hat der Rausch bei oraler Einnahme nach Angabe von Konsumenten eine deutlich stärkere Wirkung auf den Körper, gerauchtes Opium hingegen soll den Geist beflügeln und die Phantasie anregen. Opiumraucher berichten immer wieder von Halluzinationen, die oft einen erotischen Charakter haben. Als Nachwirkung des Opiumrausches können sich (meinst am nächsten Tag) Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen einstellen.

Opium Abhängigkeit

Ein Suchtpotential ist bei Opium schon allein wegen dem Inhaltsstoff Morphin zweifelsfrei gegeben, allerdings ist es deutlich geringer als etwa das von reinem Morphin oder dem noch gefährlicheren Morphinderivat Heroin. Dass Opium allerdings keineswegs unbedenklich ist, zeigen die Berichte von De Quincey aus "Bekenntnisse eines englischen Opiumessers", wo er schildert, wie sich nach langjähriger Opiumsucht sein Zeitgefühl und sein Realitätserleben unangenehm verändert haben.

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