Sedativa
Zur Gruppe der Sedativa zählen beruhigenden und angstlösenden Mittel. Neben vielen verschreibungspflichtigen Medikamenten wie "Valium" zählen auch alle Opiate zu dieser Gruppe. Alkohol kann neben einer stimulierenden und euphorisierenden Wirkung - besonders in hohen Dosen - auch eine sedierende Wirkung haben. Auch die sedierende Wirkung von Cannabis steigert sich mit der Dosis.
Hypnotika
Hypnotika sind schlaffördernde Mittel. Neben einer Großen Zahl der Sedativa sind auch viele speziell als Schlafmittel verwendete Medikamente wie "Rohypnol" zu den Hypnotika zu zählen. Zu weiteren Unterscheidung gibt es auch den Begriff "Narkotika", der für betäubende und schlafanstoßende Substanzen steht.
Stimulantia (Psychostimulantien, psychomotorische Stimulantien)
Eine stimulierende Wirkung besteht, wenn sich der Konsument nach der Einnahme munter und leistungsfähig fühlt. Auf mentaler Ebene kann es zu Euphorie und subjektiv gesteigerter Denkleistung kommen. Bekannte Stimulantia sind Kokain, Amphetamin und Methamphetamin, sowie Koffein und Ephedrin.
Halluzinogene
In erster Linie fallen LSD, Meskalin und Psilocin sowie einige weniger bekannte ähnlich wirkende Substanzen unter den Begriff "Halluzinogene". Dieser Name ist allerdings nicht ganz richtig gewählt, da das Wort "Halluzination" Sinneseindrücke beschreibt, die sich nicht mit der Umwelt decken, aber von der betroffenen Person nicht als unreal erlebt werden. Durch "Halluzinogene" hervorgerufene "Halluzinationen" werden in der Regel hingegen als unwirkliche Trugbilder erlebt. Konsequenterweise müsste man daher von "Pseudo-Halluzinationen" sprechen.
Neben der der klassischen Halluzinogene besitzt auch die Wirkung vieler anderer Drogen wie MDMA und Cannabis unter anderem einen halluzinogenen Charakter.
Zur Genaueren Beschreibung von verschiedenen Aspekten einer halluzinogenen Wirkung wurden in den letzten Jahrzehnten noch einige weitere Begriffe eingeführt:
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Psychedelika
Das Wort psychedelisch, eingeführt von Humphry Osmond, kommt vom englischen "psychedelic", das sich wiederum von den griechischen Wörtern "psyche" (Seele) und "delos" (offenbar) ableitet. Besonders durch Timothy Leary fand dieses Wort in den 60ern Eingang in die Alltagssprache. Gemeint ist eine Wirkung, durch die sich die wahre Beschaffenheit der Seele manifestiert. Im Deutschen hat sich eine Gleichsetzung mit dem Wort "bewusstseinserweiternd" durchgesetzt, was die ursprüngliche Bedeutung der Wortschöpfung "psychedelic" nicht exakt wiedergibt. Im Wesentlichen werden mit dem Begriff Psychedelika dieselben Drogen wie mit dem Begriff Halluzinogene bezeichnet.
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Entaktogene
Dieser in den 80ern eingeführte Begriff heißt soviel wie "eine innere Rührung verursachend" und wird zur Benennung Drogen, die zu einer Selbsterkenntnis führen können, verwendet. In erster Linie sind damit MDMA und ähnliche Substanzen gemeint.
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Empathogene
Unter dem Einfluss von Empathogenen kann sich ein besonders hohes Maß an Mitgefühl und Einfühlungsvermögen einstellen. Ein Vertreter dieser Gruppe ist das MDMA.
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Entheogene
Der Begriff Entheogene bedeutet "das Göttliche erweckend" und wird besonders bei sakralen Drogen benutzt. Ob sich bei der Einnahme einer Droge eine entheogene Wirkung einstellt, hat nur peripher mit der Droge selbst, sondern viel mehr mit dem Rahmen, in dem sie eingenommen, zu zun. Bei der Einnahme von Meskalin beispielsweise im Rahmen von schamanischen Ritualen ist bei entsprechender Erwartungshaltung durchaus eine entheogene Wirkung zu erwarten.
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Psychotomimetika
Unter diesem Begriff werden "Psychosen imitierende" Substanzen zusammengefasst. Gerade beim LSD wurde in den Ersten Jahren nach der Entdeckung dieser Aspekt der Wirkung besonders betont, sodass viele Psychiater versuchten, durch die Droge Einblick in die Welt ihrer Patienten zu gewinnen. Analog dazu wurde auch die Wörter "Psychotika" und "Psychotogene" gebildet, was "Psychosen erzeugend" bedeutet.
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Eidetika
Eidetika sollen "Ideen-fördernd" sein und durch die Gewinnung von neuen Eindrücken die Kreativität fördern.
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Psychodysleptika
Substanzen, die die "Seele erweichend" wirken
Harte Drogen
Als harte Drogen bezeichnet man Substanzen, die schnell zu körperlichen und/oder psychischen Abhängigkeit führen. Dazu zählen vor allem Heroin und ähnlich wirkende Stoffe, sowie Kokain und Amphetamine.
Weiche Drogen
Die Gruppe der weichen Drogen im klassischen Sinne ist eigentlich keine Gruppe, da nur eine einzige Droge eindeutig in diese Kategorie eingeordnet werden kann, nämlich das Cannabis, da es bei häufigem Konsum keine körperliche und - falls dann - nur eine geringe psychische Anhängigkeit auslöst.
Den Ursprung hat diese Unterscheidung zwischen "harten" und "weichen" Drogen in den Gesetzten, die für harte Drogen höhere Strafmaße als für Cannabis vorsehen. Heute ist die Einteilung in harte und weiche Drogen überholt, da sie sich als unflexible Schwarz-Weiß-Malerei erwiesen hat. Zum einen werden nur illegale Substanzen in diese beiden Kategorien unterteilt, zum anderen ist es schwer Substanzen wie MDMA in einer Kategorie zuzuordnen. Da MDMA keine körperliche und nur relativ geringe psychische Abhängigkeit hervorruft kann man es nicht zu den harten Drogen zählen. MDMA allerdings als weiche Droge zu bezeichnen und es damit auf eine Ebene mit Cannabis zu stellen ist jedoch auch sicherlich falsch.
Eine zeitgemäßere Einteilung wäre folgende:
Substanzen, die psychische und psychische Abhängigkeit auslösen:
Morphin, Heroin, synthetische Opiate, Alkohol, Crack, Ice (siehe Amphetamine)
Substanzen, die nur eine psychische Abhängigkeit auslösen:
Kokain, Amphetamin und Methamphetamin und ein Gutteil der Schlaf- und Beruhigungsmittel
Substanzen, die kaum Abhängigkeit auslösen:
THC, LSD, MDMA, Meskalin, Psilocin, Muscimol
Eine direkte Maß für die Gefährlichkeit der Substanzen ist diese Einteilung nicht. Die allgemeine Gefährlichkeit von MDMA ist als mittel bis hoch einzustufen. Die Halluzinogene LSD, Meskalin, Psilocin und Muscimol sind bei richtiger Dosierung zwar völlig unschädlich für den Körper, können aber unter zu psychischen Komplikationen führen und unter gewissen Umständen auch psychische Krankheiten auslösen.
β-Phenylalkylamine
Besonders bekannte Vertreter der β-Phenylalkylamine sind der Wirkstoff MDMA, der unter dem Namen Ecstasy bekannt wurde, und die Amphetamine Amphetamin und Methamphetamin. Gemeinsam ist ihnen eine stimulierende Wirkung, bei MDMA kommt noch eine halluzinogene Komponente hinzu. Verschieden Stoffe aus der Gruppe der β-Phenylalkylamine sind besonders beliebt für sogenanntes "Drug-Design", also für die gezielte Suche nach neuen psychoaktiv wirkenden Stoffen. (siehe Synthetische Drogen)
Die Gruppe der Tryptamine zeichnet sich dadurch aus, dass in der Struktur der Stoffe, die zu dieser Stoffklasse zählen, das Gerüst des relativ einfach gebauten Tryptamins (bzw. des noch einfacheren Indols, daher auch der offizielle Name Indolderivate) zu finden ist. Auffallend ist, dass besonders viele psychoaktive Stoffe mit halluzinogener Wirkung zu den Tryptaminen zählen, darunter auch das natürlich vorkommende Psilocin und das synthetische LSD.
Weitere Stoffklassen
Auch wenn diese 2 Gruppen mit eine weites Spektrum der bekannten psychoaktiven Stoffe abdecken, gibt es auch einige die sich schwer nach groben Unterscheidungsmerkmalen einteilen lassen. Folgende Drogen(Gruppen) zählen nicht zu den Tryptaminen oder ß-Phenylalkylaminen:
Cannabinoide (z.B. THC), Tropane (z.B. Kokain), Opioide (natürliche, halb-synthetische und synthetische Opioide wie Morphin und Heroin), Fentanyle, u.v.a.
Alkaloide
Als Alkaloide bezeichnet man stickstoffhaltige von Pflanzen produzierte Stoffe, die aufgrund des Stickstoffgehalts (meist) basisch reagieren. Ihr Name endet immer mit der Silbe "-in" (bzw. "-ine" bei der englischen Bezeichnung). Naturstoffe ohne gebundenen Stickstoff dürfen - wenn auch inkonsequenterweise immer wieder getan - nicht als Alkaloide eingestuft werden!
Folgende Merkmale muss ein Stoff aufweisen, um ein Alkaloid zu sein:
- Natürliches Vorkommen (meist pflanzlicher, manchmal auch tierischer Herkunft)
- Es muss sich um Stoffe mit heterozyklisch (in einem Kohlenstoffring) gebundenen Stickstoff und/oder Arylethylamine (zB. Tryptamine, β-Phenylalkylamine) handeln.
- Schon bei der Einnahme von kleinen Mengen tritt eine psychoaktive Wirkung ein.
Ein Großteil der natürlich vorkommenden psychoaktiven Stoffe ist zur Gruppe der Alkaloide zu zählen. Besonder unter den Tryptaminen finden sich viele Alkoloide, die dann auch Indolalkaloide genannt werden (jedes natürlich vorkommende Tryptamin ist auch ein Alkaloid). Andere wiederum, wie das Kokain mit seinen verwandten Substanzen bilden eigene Stoffklassen. Anders als oft fälschlich behauptet, sind die Wirkstoffe der Cannabispflanze nicht zu den Alkaloiden zu zählen, sondern bilden eine eigene Gruppe, nämlich die Cannabinoide.
Breitmaier, Eberhard - "Alkaloide"
Trachsel, Daniel und Richard, Nicolas - "Psychedelische Chemie" *
* In der Psychodelischen Chemie werden alle hier erwähnten Substanzen hauptsächlich von der chemischen Seite her und nach Stoffklassen gesondert behandelt.





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