Hanf ist die übliche Bezeichnung für die Pflanze Cannabis
Cannabis ist die botanische Bezeichnung der Pflanze. Es gibt die drei Spezies Cannabis sativa, Cannabis ruderalis und Cannabis indica (was jedoch nicht ganz unumstritten ist - siehe Die Hanfpflanze) und eine große Anzahl von Züchtungen mit verbesserten Eigenschaften.
In der Alltagssprache meint man mit Hanf meist den Faserhanf, der sich zum Beispiel zur Papierherstellung eignet. Mit dem Wort Cannabis sind meist der besonders THC-reiche Drogen-Hanf und THC-reiche Hanfprodukt gemeint.
Marihuana nennt man die getrockneten weiblichen Blütenstände (zusammen mit den Blütenblattern und meist auch Stengelteilen). Im Jargon wird es meist "Gras" genannt.
Haschisch, auch "Dope" oder "Shit" genannt, ist gepresstes Cannabisharz.
THC ist der Stoff, der das "High" verursacht, das sich nach der Einnahme von Cannabisprodukten einstellt. Neben dem THC gibt es noch eine große Anzahl weiter für den Hanf typische Substanzen, die zum Teil auch psychotrope Wirkung haben.
Zur Einnahme von Cannabisprodukten werden meist Haschisch oder Marihuana in einem Joint (Zigarette mit Cannabis) oder einer (bzw. einem) Bong (Wasserpfeife) (meist zusammen mit Tabak) geraucht.
"Cookies" sind Kekse oder andere Süßspeisen, die Haschisch oder Marihuana enthalten.
Kiffen nennt man das Rauchen von Cannabis. Ein Kiffer ist jemand der gerne und regelmäßig Cannabis raucht.
Haschisch und Marihuana sind heute die weltweit meist konsumierten illegalen Drogen. Dabei sehen sich die Konsumenten nicht als Cannabissüchtige. Tatsächlich konnte bisher durch keine wissenschaftliche Untersuchung eine suchterzeugende Wirkung von Cannabis eindeutig belegt werden.
Die Geschichte des Hanfs reicht lange zurück. Seit prähistorischer Zeit verwendet man in Europa und Asien den Hanf als Droge, als Medizin und als Faselieferant und somit als Rohstoff, beispielsweise für die Papierherstellung. In letzten beiden Jahrtausenden konnte sich der Hanf auch in Afrika verbreiten und fand Eingang in viele Stammeskulturen. Nach der Entdeckung Amerikas brachten ihn die Kolonialmächte auch in die neue Welt.
Er diente dem Menschen seit Jahrtausenden zur Inspiration, zur Berauschung oder als Heilmittel. In vielen Gesellschaften und Gesellschaftsschichten, vom Eingeborendorf bis zu Intellektuellenkreisen, kann man von einer eigenen Hanfkultur sprechen. Bei vielen Naturvölkern ist er bis heute Mittelpunkt schamanischer Rituale und wichtige Medizin.
Auch in der heutigen Schulmedizin könnte der Hanf eine wichtige Rolle spielen. So kann er zum Beispiel verlässlicher als jede andere Arznei die Übelkeit, die im Verlauf einer Chemotherapie auftritt, bekämpfen. Auch in die ayurvedische Medizin und in die Homöopathie hat er Eingang gefunden. Und das mit gutem Grund, denn bei vielen Krankheiten ist der Hanf eine unübertroffene Medizin oder zumindest im Stande das Leiden zu lindern.
Das heute fast weltweit bestehende Verbot von Cannabis geht auf Bestrebungen der USA in den 30er Jahren zurück. Die Gründe dafür lagen in rassistischen, machtpolitischen und wirtschaftlichen Motiven. Objektive wissenschaftliche Untersuchungen über die Gefährlichkeit von Cannabis waren nicht ausschlaggebend für das Verbot. Durch dieses Verbot wurden nicht nur Besitz und Konsum von aus Hanf hergestellten Drogen, sondern auch sein Anbau, illegal. Damit wurde die Herstellung von Medizin aus Hanf kriminalisiert und seine Verwendung als Faserlieferant unmöglich gemacht und somit ein ganzer Industriezweig vernichtet.
Die heutig Gesetzeslage verbietet in den meisten Staaten der Welt den Konsum Cannabis. In vielen Ländern wird er heute allerdings toleriert. Zur medizinischen Anwendung sind Haschisch und Marihuana nach wie vor nicht zulässig, in vielen Staaten sind allerdings verschreibungspflichtige Präparate mit synthetisch oder halbsynthetisch hergestellten Cannabinoiden in Verwendung, deren Wirkung von den Konsumenten aber meist als unangenehmer als die von natürlichen Cannabisprodukten beschrieben wird.





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