Peyote-Kaktus
Der genaue botanische Name des Peyotekaktus, auch Peyoltl genannt, ist Lophophora williamsii. Seine natürliche Heimat sind die Wüstengebiete von Texas bis Mittelmexiko, wo er allerdings immer seltener anzutreffen ist, weshalb er in den USA mittlerweile eine geschützte Art ist. Wie sein Name schon sagt gehört er zur Familie der Kaktusgewächse (Cactaceae). Der kleine stachellose Kaktus wird bis zu 20cm groß bildet meist nur einen mehrfach gerippten Kopf aus. Auf den Rippen wachsen in Büschen kleine Härchen. In der Mitte des Kopfes treibt in den Sommermonaten eine weiß- bis rosafarbene Blüte aus, die nach einigen Tagen wieder verblüht. Die Frucht des Peyotekaktus ist eine rosafarbene keulenförmige Beere, die äußerst kleine Samen enthält, mit denen der Kaktus normalerweise auch vermehrt wird.
Um richtig zu gedeihen benötigt der Peyotekaktus nahrhafte mineralische lehmhaltige Erde. Auch bei optimaler Pflege dauert es einige Jahre bis der Kaktus groß genug ist, um als Droge verzehrt zu werden. Zur Beschleunigung des Wachstums kann er allerdings auf einen San-Pedro-Kaktus gepfropft werden, wodurch die Wachstumsgeschwindigkeit vervierfacht werden soll.
Inhaltstoffe
Der Peyotekaktus enthält über fünfzig bekannte Alkaloide. Je nachdem wie viel Wasser der Kaktus enthält, schwankt der Alkaloidgehalt zwischen 0,5 und 2,5%. Getrocknete Buttons können bis zu 3,7% Alkaloide enthalten. Von der großen Anzahl der Peyote-Alkaloide ist nur vom Meskalin eine deutliche psychoaktive Wirkung bekannt. 1 g getrocknetes Kaktusmaterial enthält ca. 10mg Meskalin.
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Kommentare
Peyotl
Ich habe vor etwa 12 Jahren eine Reise nach Mexico unternommen, bei der ich an mehreren Stellen mit Halluzinogenen in Berürhung kam. zuerst nahm ich unwirksame Pilze zu mir, dann endlich wirksame, die dort als das Teonanacatl (Fleisch der Götter) der Azteken bekannt sind. Der Trip verlief, so wie von den einheimischen Pilzen bekannt, etwas stärker und etwas reicher an Mustern. Das lag wohl an den Jungeln des El Peten und ihren üppigen Gewächsen. Später wurde ich auf den Peyote Kaktus aufmerksam. ich reiste dazu ins Hochland von Mexico nach Real de Catorce, wo ich einen Ortskundigen aufsuchte, der mir sagte, wo der Kaktus wächst. Ich ging in die Wüste hinab und erntete ein paar Kakteen. Ich aß ungefähr ein Dutzend dieser unbeschreiblich ekelhaft und bitter schmeckenden Knollen. Ich aß sie frisch und unverkocht. Später wiederholte ich den Versuch mit einer noch größeren Menge zum Tee gekocht. Beide male verspürte ich keinerlei Wirkung. Ich las über dort ansäßige Ureinwohner, die in die Wüste pilgern, um riteull diesen Kaktus einzunehmen und fragte nach der Art der Einnahme. ich wurde darauf verwiesen, dass man die Kakteen frisch ißt. So, wie ich es getan habe. Auch die Menge stimmte. Manchmal kommt die Wirkung schon nach ein paar Kakteen. ich lag also ganz gut mit meinem knappen Dutzend. Dennoch keine Wirkung. Lange Zeit später suchte ich nach dem extrahierten Mescalin und konnte es niergends finden, auch nicht auf dem hiesigen Schwarzmarkt. Ich kam niemals wieder mit der Pflanze in berührung. Vor einigen Tagen habe ich mir Samen gekauft, die ich jetzt ausgesät habe. Natürlich werde ich diese Kakteen nicht konsumieren. Nicht deswegen, weil es verboten ist, sondern, weil es zum einen zu wenige sind, zum anderen es mir zu schade um diese seltenen und sehr schönen Pflanzen ist. Vielleicht wirkt der Kaktus ja auch so seine Wunder und ich bekomme alleine durch sein Wachstum eine positive Resonanz.